Grundlegende Regeln Des Tauchens Für Anfänger
Tauchen ist eine Sportart, die Lernen sowie eine präzise, spezifische Ausbildung erfordert. Es gibt verschiedene Kurs- und Spezialisierungsstufen, bei denen Taucher unterschiedliche Fähigkeiten erlernen und nützliches Wissen erwerben. Während der Kurse lernen die Teilnehmer die grundlegenden Regeln für sicheres Tauchen, den korrekten Einsatz und die Pflege der Ausrüstung sowie den Umgang mit allen möglichen problematischen Situationen. Hier sind die ersten Grundregeln, die ein Anfänger kennen sollte:
1. Die wichtigste Regel beim Tauchen ist, niemals den Atem anzuhalten. Man muss immer atmen, kontinuierlich, langsam und tief. Wir atmen durch den Mund, da die Luft über unseren Lungenautomaten zugeführt wird. Ruhiges Atmen beruhigt den Geist und lässt einen entspannt fühlen. Ununterbrochenes Atmen verhindert viele mögliche Lungenverletzungen. Es gleicht den Druck in der Lunge ständig aus, indem der Innendruck verringert wird, denn beim Ausatmen stoßen wir die sich ausdehnende Luft aus. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass man den Lungenautomaten nicht im Mund hat, muss man ständig eine kleine Menge Luft ausatmen. Während der Kurse üben wir viele Übungen zum kontinuierlichen Atmen.
2. Es ist notwendig, die Luftgefüllten Räume unseres Körpers beim Tauchen auszugleichen. An der Oberfläche hat der atmosphärische Druck keine Wirkung auf unseren Körper, da es unsere natürliche Umgebung ist. Aber wenn wir ins Wasser hinabsteigen, spüren wir mit zunehmender Tiefe immer mehr Druck, besonders auf unsere luftgefüllten Räume: Ohren, Nasennebenhöhlen und Lungen. Die Lunge gleichen wir beim Ausatmen aus. Für Ohren und Nasennebenhöhlen kann man das Valsalva-Manöver anwenden. Dazu hält man die Nase zu und atmet durch sie aus. Diese Bewegung sollte sanft ausgeführt werden, mehrmals während des Abstiegs. Man muss bei diesem Manöver sehr vorsichtig sein und es nicht zu stark und nicht erst dann ausführen, wenn man bereits Unbehagen in den Ohren spürt. Beim Auftauchen entweicht die Luft von selbst, und man muss dabei nichts Besonderes tun.
3. Eine weitere sehr wichtige Tauchregel ist, unabhängig von der Tiefe nicht zu schnell aufzusteigen. Das gibt dem Partialdruck der vom Körper aufgenommenen Gase Zeit, sich dem Außendruck anzugleichen. Zudem entweicht die Luft rechtzeitig aus Lunge und Ohren, bevor sie sich zu stark ausdehnt. So lassen sich Dekompressionskrankheiten vermeiden. Man sollte nicht schneller als 18 Meter pro Minute aufsteigen oder gemäß den Empfehlungen des Tauchcomputers. Bei einem Tieftauchgang wird ein 3-minütiger Sicherheitsstopp auf 5 Metern empfohlen.
4. Um schließlich sicher zu tauchen, ist es unerlässlich, mit einem Buddy zu tauchen. In einer Gruppe mehrerer Personen plant man den Tauchgang, bereitet die Ausrüstung vor und prüft sie viel sicherer, als wenn man alles allein macht. Bei vielen kleinen Problemen kann Ihnen Ihr Buddy leicht helfen, während Sie damit allein nicht zurechtkämen. Ihr Buddy kann auch zusätzliche Hilfe rufen und bei Bedarf Notfalldienste alarmieren. Zudem macht das gemeinsame Tauchen mit anderen Menschen das Tauchen viel unterhaltsamer – unter Wasser erleben wir besondere Momente. Die eigene Leidenschaft mit Buddys zu teilen, lässt einen neue, wahre Freunde finden.
Befolgen Sie diese 4 grundlegenden Regeln und genießen Sie diese faszinierende Sportart in völliger Sicherheit.
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