Geheimnisse Des Atlantischen Ozeans
Der Atlantik hütet viele Geheimnisse. Seefahrer und Wissenschaftler erforschen ihn seit Jahrhunderten, doch viele Fragen sind bis heute unbeantwortet.
Gab es Atlantis wirklich? Warum verschwinden Schiffe und Flugzeuge im Gebiet der Bermudas? Diese Fragen sind bis heute ungeklärt.
Hier findest du die interessantesten Besonderheiten des Atlantischen Ozeans.
Der Atlantik ist der salzigste Ozean der Welt, mit einem durchschnittlichen Salzgehalt von 35 ‰. Er ist nach dem Pazifik der zweitgrößte Ozean und erstreckt sich über alle Klimazonen.
Geschichte
Woher kommt der heutige Name?
Vor Jahrhunderten hatte der Atlantik noch keinen festen Namen. Er wurde der Westliche Ozean, das Meer der Schatten oder das Meer jenseits der Säulen des Herkules genannt. Seinen heutigen Namen erhielt der Ozean vom deutschen Kartografen Waldseemüller, benannt nach Atlas aus der griechischen Mythologie, der den Himmel auf seinen Schultern trug.
Bekanntlich war Christoph Kolumbus der erste Seefahrer, der den Atlantik überquerte. Seitdem gilt der Atlantik als Grenze zwischen der Neuen und der Alten Welt. Viele Reisende folgten Kolumbus auf der Suche nach neuen Ländern, und bald war eine Verbindung zwischen den Kontinenten hergestellt.
Heute sind Transatlantikflüge etwas ganz Alltägliches, aber stell dir vor, wie mutig die ersten Piloten waren, die es wagten, den Atlantik zu überqueren. Die Helden dieses Abenteuers waren John Alcock und Arthur Brown, die 1919 den ersten Nonstop-Transatlantikflug von Neufundland nach Clifden absolvierten – eine Strecke von 3.168 Kilometern. Danach wurden sie geadelt und mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet.
Atlantis – Fiktion oder Realität?
Es gibt zahlreiche Theorien über die antike Zivilisation, die der Legende nach im Gebiet des Atlantiks lag. Atlantis versank im Ozean, und seit Jahrhunderten suchen Abenteurer nach der verschwundenen Zivilisation.
Die Bermudas
Eines der Geheimnisse des Atlantiks liegt im Bermuda-Dreieck, dem sogenannten «Meer des Bösen», wo Schiffe und Flugzeuge auf mysteriöse Weise verschwinden. Manche glauben an Außerirdische, andere an besondere Naturphänomene. Fest steht: In dieser Region ist die Navigation schwierig, und Stürme und Wirbelstürme entstehen hier häufig.
Im Norden des Atlantiks liegt eine riesige Insel – Grönland, die größte Insel der Welt. Die abgelegenste Insel im Atlantik ist Bouvet, die 1.600 km vom Kap der Guten Hoffnung entfernt liegt.
Ein Meer ohne Küste
Im Atlantik gibt es ein ganz besonderes Meer – die Sargassosee. Es ist das einzige Meer der Welt ohne eigene Küste; seine Grenzen werden allein durch Meeresströmungen gebildet: den Golfstrom, den Nordatlantik-, den Kanaren- und den Nordäquatorialstrom. In diesem relativ ruhigen Wasser herrschen ideale Bedingungen für das Algenwachstum, weshalb fast die gesamte Fläche von Sargassum-Algen bedeckt ist.
Das Great Blue Hole
Eine weitere Besonderheit des Atlantiks ist das Great Blue Hole vor der Küste von Belize – ein großes, kreisrundes Loch im Meeresboden, das bis zu 120 Meter tief reicht. Seinen Namen verdankt es dem scharfen Kontrast zwischen dem dunklen und dem hellen Wasser. Vermutlich entstand es während der Eiszeit, als der Meeresspiegel 100 bis 120 Meter niedriger lag.
Der berühmte französische Taucher Jacques Cousteau erklärte das Great Blue Hole zu einem der zehn besten Tauchplätze der Welt. Ein Besuch kann jedoch gefährlich sein: Bei Flut entstehen manchmal Strudel, die alles an der Oberfläche Treibende nach unten ziehen, während bei Ebbe Wasserfontänen aus dem Inneren emporschießen. Trotz der Gefahren und der abgelegenen Lage (96 km von Belize-Stadt entfernt) wurde der Ort von Tauchern erkundet und ist heute ein beliebtes Tauchziel.
Der Golfstrom
Der Golfstrom ist in Europa wohlbekannt, denn diese Meeresströmung bestimmt das Klima aller europäischen Länder mit Zugang zum Atlantik. Er bringt Wärme und ein mildes Klima an die gesamte Küste – man nennt ihn sogar die größte «Heizung» der Welt.
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