Kanarische Inseln: Die 7 Bewohnten Inseln Des Archipels Im Überblick

Canary Islands: Zoom On The 7 Populated Islands Of The Archipelago

Dieser spanische Archipel liegt im Atlantischen Ozean, nur wenige Flugstunden vom europäischen Festland entfernt. Er besteht aus 7 Hauptinseln. Wir stellen Ihnen jede von ihnen kurz vor.

1. Gran Canaria
Als eine der bekanntesten Kanarischen Inseln zieht sie dank ihrer vielfältigen Aktivitäten und majestätischen Landschaften viele Touristen an. Wie alle Kanarischen Inseln ist sie vulkanischen Ursprungs. In ihrer Mitte verstecken sich typische Dörfer in den Bergen. Im Norden kann man die größte Stadt des Archipels, Las Palmas, besuchen und durch ihre malerischen Straßen schlendern. Im Süden entdeckt man die Sanddünen von Maspalomas, die an die Sahara erinnern. Wenige Kilometer von den Dünen entfernt liegt das charmante, sonnige Städtchen Puerto de Mogán, wo jeden Freitag ein traditioneller Markt stattfindet. Der Hafen von Mogán ist bei Tauchern wohlbekannt, da er viele interessante Tauchplätze bietet.

2. Teneriffa
Sie ist die größte Insel des Archipels, in deren Mitte sich der majestätische Vulkan El Teide erhebt, der höchste Punkt Spaniens (3718 Meter). Die Landschaften unterscheiden sich in verschiedenen Teilen der Insel stark: trocken und vulkanisch im Süden, feucht und mit Lorbeerwäldern bedeckt im Norden. Teneriffa überrascht seine Besucher mit schönen schwarzen Sandstränden. Man kann hier jede Art von Wassersport ausüben. Einer der beliebtesten ist das Tauchen, da es rund um die Insel so viele herrliche Tauchplätze zu entdecken gibt. Weitere Besonderheiten Teneriffas sind Naturpools, die von Lavaströmen geschaffen wurden, riesige Klippen, die ins Meer abfallen, sowie Bananenplantagen, die die wichtigste Einkommensquelle der Kanarischen Inseln darstellen.

3. Fuerteventura
Hier kann man die herrlichen Strände genießen, die die gesamte Küstenlinie der Insel einnehmen. Die meisten von ihnen bestehen aus weißem Sand. Bei der Erkundung der Insel spürt man, wie viel wilder sie ist als Gran Canaria oder Teneriffa. Ständig wehen starke Winde, wodurch die Insel zu einem der weltweit bekanntesten Orte für verschiedene Surfarten geworden ist: Windsurfen, Kitesurfen, Bodysurfen usw. (Fuerteventura bedeutet auf Spanisch „starker Wind“: fuerte – stark, viento – Wind). Jeden Sommer findet hier die Weltmeisterschaft im Wind- und Kitesurfen statt, bei der man die besten Surfer aller Länder um den ersten Platz kämpfen sehen kann.

Beim Erkunden der Insel sollte man zuerst den Naturpark Corralejo besuchen, der von der UNESCO als Biosphärenreservat eingestuft wurde. Im Norden Fuerteventuras kann man an den größten Dünen der Kanaren entlangspazieren, im Süden zwischen vulkanischen Felsen. Der Tradition folgend, sollte man lokalen Käse und frischen Fisch in den Strandrestaurants probieren.

4. Lanzarote

Bei der Erkundung Lanzarotes mit seinen felsigen und wüstenartigen Landschaften merkt man sofort, dass man sich auf einer vulkanischen Insel befindet. Lavaströme und dampfende Vulkane erinnern stets an den Ursprung der Insel. Die typischen weißen Häuser sind nicht wie gewohnt von Gras umgeben, sondern von festem, mineralreichem vulkanischem Boden. Besuchen Sie auch die unbewohnte Insel La Graciosa, die direkt neben Lanzarote liegt. La Graciosa hat keine Straßen, daher braucht man eventuell ein Geländefahrzeug, um diesen ruhigen und friedlichen Ort zu erkunden.

5. La Gomera
Diese kleine Insel ist vollständig von Lorbeerwald bedeckt – dem ältesten Wald Europas. Vor 20000 Jahren war der gesamte Kontinent von Lorbeerwäldern bedeckt, die nur auf einigen Inseln des Atlantiks überlebten, insbesondere auf La Gomera. Dieser grüne Raum ist Teil eines von der kanarischen Regierung geschützten Nationalparks und steht auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Es gibt noch mehr Dinge über La Gomera, die jeden Besucher überraschen würden. Die Bewohner haben eine eigentümliche Art zu kommunizieren: eine Pfeifsprache, die weltweit absolut einzigartig ist. Die Bewohner haben diese Sprache über Jahrhunderte bewahrt und das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben, und heute ist sie sogar Teil des Schullehrplans. Zudem kann man das Haus von Christoph Kolumbus besichtigen, der auf einigen seiner Amerika-Expeditionen auf La Gomera Halt machte. Man kann einen Brunnen sehen, aus dem er Wasser schöpfte, um die neu entdeckten amerikanischen Länder zu taufen.

6. La Palma
La Palma wird von den Kanariern „Isla Bonita“ genannt, was „schöne Insel“ bedeutet. Schon beim ersten Besuch versteht man, warum sie diesen Spitznamen erhielt. Anders als die östlichen Kanarischen Inseln ist La Palma sehr grün und bietet zahlreiche Wälder für Spaziergänge, bei denen man Vulkane und schöne Strände entdecken kann. Die Regierung hat ein ganzes Netz markierter Wanderwege angelegt, die diese wenig touristische Insel mit ihrer fantastischen, wilden Natur durchziehen. Auch La Palma wurde von der UNESCO als Biosphärenreservat eingestuft.

7. El Hierro
Die kleinste Insel des Archipels, El Hierro, ist ein sehr schöner Ort: friedlich, malerisch und dank ihrer Unterwasserwelt sehr attraktiv. Korallen, große Fische und Meerestiere sowie klares Wasser haben Taucher seit Jahren angezogen. 2011 brach direkt vor der Küste El Hierros ein Unterwasservulkan aus, der dem Meeresleben schwere Schäden zu verursachen drohte, doch glücklicherweise verläuft die Erholung sehr schnell, und Taucher genießen wieder die schönen, tierreichen Landschaften.

Als eine der ersten entstandenen Kanarischen Inseln verfügt El Hierro über alte Wälder und nutzt erneuerbare Energien. Es ist somit ein perfekter Ort, um die frische Luft und den Aufenthalt im Freien zu genießen.

Wie man sieht, sind alle Kanarischen Inseln unterschiedlich und haben ihre eigenen Besonderheiten. Deshalb wird es beim Bereisen des Archipels nie langweilig. Je mehr man die Kanaren entdeckt, desto mehr verliebt man sich in sie. Wer noch nicht hier war, sollte die Kanarischen Inseln unbedingt für den nächsten Urlaub wählen!